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Die Angst vor Veränderung und wie wir sie verlieren können

Gewidmet allen Seelen, die darauf warten, dass ihnen die Veränderung auf den Kopf fällt.💕 Mögen sie ihre Ängste loslassen und all die Möglichkeiten entdecken, die vor ihnen liegen!



„Das einzig Beständige ist die Veränderung.“ Dieses Zitat – es wird Heraklit zugeschrieben – hört und liest man mittlerweile sehr oft. Ich liebe es, weil es so einfach und gleichzeitig so wahr ist.


Und dennoch haben viele Menschen genau davor große Angst. Meiner Beobachtung nach breitet sich diese Angst sogar immer stärker aus. Doch warum plagt uns Menschen kaum eine Angst so sehr wie die vor der Veränderung? Und warum halten wir lieber an Dingen fest, die uns nicht gut tun, anstatt etwas Neues in unser Leben einzuladen?


Im Detail sind die Gründe dafür sehr individuell. Ich möchte hier jedoch auf die wichtigsten eingehen, die mir in meiner Arbeit und in meinem persönlichen Umfeld immer wieder begegnen:


Kindheit, Erziehung und Sozialisation


Wir sind einerseits davon geprägt, wie wir erzogen worden sind, in welchem Umfeld wir aufgewachsen sind und davon welche Lebenseinstellungen und -konzepte wir von unseren näheren Bezugspersonen übernommen haben. Wenn beispielsweise unsere Eltern eine ablehnende Haltung gegenüber Neuem gehabt haben und starr an alten Gewohnheiten festgehalten haben, beeinflusst das auch unser eigenes Erleben. Das alles ist vollkommen unbewusst passiert. Wir wurden ja in unser jeweiliges Lebensumfeld hineingeboren und hatten somit keine Möglichkeit, uns für etwas anderes zu entscheiden. Im Erwachsenenalter werden wir dann in entsprechenden Situationen mit all unseren anerzogenen oder erlernten Mustern konfrontiert. Diese können uns davon abhalten, wirklich freie Entscheidungen zu treffen und das Leben in seiner ganzen Fülle auszukosten.


Gewohnheit, Komfortzone und die Angst vor Ungewissheit


Die Komfortzone ist tückisch. Es ist gemütlich dort, wir sind vertraut damit, und wir müssen uns meist nicht anstrengen. Schwierig wird es aber, wenn der Aufenthalt in dieser Zone zunehmend zu schmerzen beginnt. Wenn das Gefühl, auf der Stelle zu treten, immer stärker wird. Und obwohl man ganz genau spürt, dass es an der Zeit wäre, etwas zu ändern, verharren viele Menschen trotzdem weiter am gleichen Fleck. Weil sie befürchten, dass es sie zu viel Kraft kosten würde, und weil sie oft auch den Glauben daran verloren haben, dass etwas Gutes entstehen könnte. Auch die Angst vor dem Ungewissen plagt viele Menschen sehr stark. Das ist problematisch, weil das zu lange Verharren in der Komfortzone uns immer noch bequemer macht und wir die Macht abgeben, unser eigenes Leben bewusst zu gestalten.


Verlust und Kontrollverlust


Viele Veränderungen können wir überhaupt nicht kontrollieren oder beeinflussen. Nämlich die Veränderungen im Außen. Wenn sich ein Partner von uns trennt, wenn wir den Job verlieren oder wenn unser Besitz durch ein schweres Unwetter zerstört wird, hinterlässt uns das mit einem Gefühl der Ohnmacht. Das alles ist vollkommen natürlich. Doch daraus kann sich eine große Verlustangst entwickeln, die damit einhergeht, alles festhalten zu wollen, was wir besitzen.


Unbewusstheit


Fehlende Bewusstheit für das eigene Leben und dessen Entwicklung kann besonders problematisch sein. Wir Menschen sind heutzutage sehr beschäftigt, abgelenkt und unaufmerksam. Es ist möglich, jahrelang im gleichen Trott dahinzuleben und zu funktionieren ohne die leiseste Ahnung davon zu haben, dass wir schon meilenweit vom eigenen Weg abgekommen sind. Durch dieses unbewusste Vorbeileben an den eigenen Werten und Zielen, entwickeln viele Menschen mit der Zeit körperliche und psychische Symptome, die sie oft erst spät als Warnzeichen erkennen.


Wenn wir uns nicht verändern


Wenn wir uns von unseren Ängsten und Gewohnheiten lähmen lassen und uns konsequent gegen jede Neuerung in unserem Leben wehren, dann kann das unter anderem zu folgenden Problemen führen:

  • Unsere Entwicklung stagniert.

  • Wir kämpfen gegen den natürlichen Lauf des Lebens an und verlieren dadurch Kraft.

  • Wir werden immer unzufriedener und unglücklicher.

  • Neid, Eifersucht und Missgunst gegenüber anderen Menschen verstärken sich.

  • Die Selbstwirksamkeit lässt nach, dadurch sinken Selbstvertrauen und Selbstwert.

  • Wir entwickeln psychische und/oder physische Krankheiten. Depressionen sind stark im Zunehmen.


Veränderungen sind das Salz in der Suppe DES Lebens


Leben ist Veränderung. Veränderung ist Leben. Noch so eine Binsenweisheit. Aber eben mit hohem Wahrheitsgehalt. Wir brauchen dazu nur einen Blick in die Natur werfen und uns den Zyklus der Jahreszeiten anschauen. Wenn es Veränderung nicht gäbe, würde keine Entwicklung stattfinden. Wir würden heute noch in Höhlen leben. Auch technologische Fortschritte, medizinische Errungenschaften und bahnbrechende Erfindungen in den verschiedensten Bereichen, die unser aller Leben sehr viel einfacher gemacht haben, zeigen deutlich, dass Veränderung auch sehr viel Positives bewirken kann.


Und auch in unserem persönlichen Leben sind Veränderungen essentiell. Es ist vollkommen natürlich, sich als Mensch zu entwickeln. Alleine schon die Entwicklungsphasen und Übergänge, die jeder Mensch durchläuft, zeugen davon.


Ich erlebe in meiner Arbeit täglich, dass Menschen sich danach sehnen, ihr ganzes Potenzial auszuschöpfen und aus vollem Herzen zu leben. Das ist zutiefst verständlich, denn ich kenne das von mir selbst. Es ist aber nur dann möglich, wenn wir Entwicklung und Transformation zulassen. Das erfordert Mut und auch die Bereitschaft, Neues auszuprobieren. Das Heraustreten aus der Komfortzone ist unumgänglich. Aber es wird belohnt, denn die Erfahrungen, die wir dadurch machen können, sind für unsere persönliche Entwicklung unbezahlbar.


Was kannst du tun?


Wenn du konkrete Ideen brauchst, habe ich hier noch ein paar ganz einfache, kleine Impulse für dich, die dich nach und nach aus deiner Komfortzone herauslocken und für eine sanfte Transformation öffnen können.


Journaling – auch Tagebuch schreiben. Es schärft dein Bewusstsein, hilft dir, herauszufinden, was dich belastet und lässt dich die Sorgen von der Seele schreiben.


Wechsle die Perspektive – begib dich am besten täglich in die Adlerperspektive/Metaebene, von der aus du dein Leben betrachtest. Achte auf deine Wahrnehmung und deine Gefühle. Was erkennst du?


Ändere deine Glaubenssätze – welche Prägungen hast du? Was hast du von anderen an Glaubenssätzen und Lebenseinstellungen übernommen? Welche neuen Sichtweisen können dir helfen?


Kultiviere Freude – mache täglich etwas, das dir Freude bereitet. Und mache es bewusst – für dich!


Achte auf deinen Körper – welche Nahrung braucht dein Körper, welche Bewegung tut dir gut?


Beginne klein – wenn du vor einer großen Veränderung stehst, beginne kleine Veränderungen umzusetzen. Beginne beispielsweise deine Wohnung auszumisten, kläre deine Beziehungen, schaffe eine neue Gesprächskultur. Kleine Veränderungen können enorm viel bewirken und du hast sie selbst in der Hand. Deshalb beginne klein, statt dich von großen Veränderungen lähmen zu lassen.


Denke in Möglichkeiten – sei kreativ und denke groß. Limitiere dich nicht durch Zweifel oder knallharten Realismus. Analysieren und bewerten kannst du später. Hier geht es darum, deinen Geist zu dehnen und dich für Lösungen zu öffnen, die du jetzt vielleicht noch nicht sehen kannst.


Reflektiere täglich – wie geht es dir? Wo willst du hin? Was brauchst du dafür und was darfst du loslassen?


Erinnere dich – und zwar daran, welche Situationen du im Leben schon gemeistert hast. Welche Veränderungen hast du schon bewältigt und bist daran gewachsen? Das stärkt dich und gibt dir das Gefühl von Kraft und Selbstwirksamkeit zurück.


Willst du mehr?


Veränderung ist ein sehr umfangreiches und vielfältiges Thema. Ich liebe es aufrichtig. Mit diesem Artikel möchte ich dir zumindest einen kleinen Einblick geben. Um das ganze umfangreicher zu beleuchten und den Fokus noch stärker auf Lösungsmöglichkeiten und Ressourcen zu lenken, habe ich dazu ein Videotraining gestaltet. Es beinhaltet auch ein Workbook, mit dem du dir auf die Schliche kommen und auch gleich erste Lösungen erarbeiten kannst. Dieses Training kannst du in Kürze auf meiner Homepage erwerben.

Stay tuned!


Lass mich wissen, wie es dir geht und welche Erfahrungen du mit Veränderung gemacht hast. Kontaktiere mich hier. Ich freue mich sehr, von dir zu lesen!