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Fische - im Meer der Ewigkeit

In diesem Jahr wandert die Sonne schon sehr früh in das Zeichen Fische, nämlich am 18. Februar um exakt 11:44 Uhr.



Werfen wir wie immer einen kurzen Blick zurück. Der Wassermann gab uns die Möglichkeit, uns und unsere Individualität innerhalb einer größeren, vom Steinbock geschaffenen Ordnung zu entfalten. Im Zeichen Fische tauchen wir mit all den Erfahrungen der Entwicklung, die wir bisher durchlaufen haben, wieder in das raum- und zeitlose Meer der Einheit, aus dem heraus wir, wenn der nächste Impuls uns ruft, wieder Neues erschaffen können.


Alleine in dieser Formulierung ist die Fische-Energie so gut spürbar. Sie ist nicht klar oder strukturiert, sondern verschwommen und nebulös. Gleichzeitig ist es eine verheißungsvolle Kraft, die uns einlädt, vom emsigen Streben loszulassen und in das süße Nichtstun, das bloße Sein einzutauchen.


Das Zeichen Fische entspricht dem Element Wasser und somit einer emotionalen Qualität. Unter allen Wasserzeichen ist es das sensibelste und sensitivste. Fische-betonte Menschen verfügen über so feine Antennen, dass sie alle Einflüsse, Impulse und Schwingungen aus ihrer Umgebung seismographisch aufnehmen. Sie erspüren Emotionen und innere Vorgänge anderer Menschen häufig sehr stark, selbst wenn diese dem Gegenüber gar nicht bewusst sind. Diese Fähigkeit macht sie extrem mitfühlend. Diese hohe Durchlässigkeit ermöglicht auch einen sehr starken Zugang in andere Welten und Dimensionen, wie etwa die Traumwelt. In einer besonderen Ausprägung haben Fische-betonte Menschen häufig hellfühlende oder andere als übersinnlich geltende Fähigkeiten. Neue Visionen und Ideen kommen meist ganz leicht zu ihnen, wenn sie sich dem Sein hingeben, zum Beispiel indem sie gemütlich auf der Couch liegen und in den Tag hineinträumen.


Dieses Zeichen steht auch für das Lebensprinzip der Liebe. Dabei geht es aber weniger um eine persönliche Liebe als vielmehr um eine allumfassende, selbstlose Liebe. Ihre Empathie und ihre Liebesfähigkeit tragen zu einer großen Hilfsbereitschaft und einer hohen sozialen Orientierung bei, die für Fische-Menschen sehr typisch ist. Sie lieben es, für andere Menschen da zu sein und finden oft ihren Lebenssinn darin. Wenn sie wissen, dass sie einem höheren Ziel oder dem größeren Ganzen dienen können, dann sind sie meist bereit, große Opfer dafür zu erbringen und sich dieser Aufgabe so hinzugeben, dass sie völlig mit ihr verschmelzen. Die Fische-Energie ist sehr fantasievoll und kreativ und hat einen starken Bezug zu Musik und zu jeder Form von Kunst, in der man sich verlieren kann. VertreterInnen dieses Prinzips lieben oft besonders feine klassische und sphärische Musik, die zum Träumen einlädt. So sind sie häufig in musischen, sozialen oder spirituellen Berufen zu finden. Dort sind sie meist auch am glücklichsten, sofern sie nicht zu sehr von Alltagssorgen (zB der Notwendigkeit, Geld zu verdienen) abgelenkt werden. Sie brauchen das Gefühl, vom Leben getragen und versorgt zu sein. Je nach Veranlagung kann dieses Vertrauen stark angelegt oder aber auch gar nicht vorhanden sein.


Die Herausforderung, die dieses Zeichen mit sich bringt, ist ein konstruktiver Umgang mit seiner extremen Feinfühligkeit. Durch ihre starke Durchlässigkeit können sich Fische-betonte Menschen nur schwer von Umgebungsenergien abgrenzen und nehmen ungefiltert alles auf, was um sie herum geschieht. Hier wird Mitgefühl ganz schnell zu Mitleid, weil sie den Schmerz anderer Menschen oft nicht nur aufnehmen, sondern sogar ganz übernehmen. Häufig ist ihnen das Wohlbefinden anderer Menschen wichtiger als das eigene, weshalb sie eine ausgeprägte Neigung zum Helfersyndrom haben. Wenn all das unbewusst passiert, merken sie oft nicht, dass diese Energien, Stimmungen und Gefühle gar nicht mehr ihre eigenen sind. Ihre Hilfsbereitschaft und Selbstlosigkeit macht sie dazu geneigt, sich von ihrer Umwelt ausnutzen zu lassen. Häufig findet man sie auch in der Opferrolle wieder. Oder sie leben beides gleichzeitig, aber vielleicht in unterschiedlichen Bereichen. Fische-betonte Menschen können sich chamäleonartig an äußere Bedingungen und Anforderungen angleichen und nahezu vollkommen die Form wechseln. Das lässt sie oft profillos erscheinen, weil sie für andere Menschen in ihrem Wesen und ihrer Persönlichkeit nicht klar wahrgenommen werden. Außerdem trägt es dazu bei, dass sie sich sehr leicht von ihrem Weg abbringen lassen. Das führt nicht selten zu Problemen, eigene Ziele langfristig zu verfolgen oder überhaupt klare Ziele zu entwickeln.

Ein großes Thema ist auch der Wunsch, der harten Alltagsrealität zu entfliehen und in einem paradiesischen Zustand des Seins zu verweilen. Wenn die Fische-Qualität nicht ausreichend positiv gelebt wird, kann dies zu Süchten aller Art führen. Deshalb findet man auch Abhängigkeiten und einen deutlichen Bezug zu Drogen und Halluzinogenen in diesem Prinzip.


Die Lernaufgabe für Fische-Menschen ist, einerseits ihre Stärken wie ihre hohe Sensitivität, ihre Hilfsbereitschaft und ihr Mitgefühl zu leben, und gleichzeitig für genug Abgrenzung zu sorgen. Auch das Etablieren von gewissen Routinen und das Nachgehen einfacher Alltagstätigkeiten kann diese Menschen gut erden. Erdung und der Aufbau einer guten Verbindung zum eigenen Körper sind überhaupt von großer Bedeutung für Menschen dieses Prinzips. Das sorgt nämlich für einen besseren Bezug zu Materie an sich und hilft ihnen dabei, stabiler zu werden und sich leichter auf natürliche Weise von schädlichen Einflüssen abzugrenzen. Die daraus resultierende Eigenverantwortung lässt sie ihrem Dienst am Nächsten kraftvoller nachgehen, weil sie so andere Menschen dabei unterstützen können, ebenfalls Verantwortung für sich zu übernehmen.


Mit folgenden Fragen kannst du noch stärker in die Fische-Qualität eintauchen

  • In welchem Lebensbereich fehlt es mir an Klarheit? Wo sehne ich mich besonders danach?

  • In welchen Bereichen und Situationen bin ich besonders sensibel, beeindruckbar und beeinflussbar?

  • In welchen Situationen fühle ich bedingungslose, allumfassende Liebe?

  • Wo bin ich bereit, alle Kontrolle loszulassen und mich in tiefstem Vertrauen dem Leben hinzugeben?

  • Wo neige ich zu unrealistischen Wünschen, Träumen und Illusionen?

  • Wann möchte ich der Realität am liebsten entfliehen?

  • Welche Sehnsüchte habe ich? Lebe ich sie oder neige ich dazu, diese mit Suchtverhalten zu kompensieren?

  • Wo verberge ich etwas oder neige zu undurchsichtigem Verhalten? Wie kann ich diese Schleier heben?

  • Wo habe ich ein besonders feines Gespür oder (nahezu) übersinnliche Fähigkeiten?


Fische ist das letzte Zeichen im Tierkreis und steht für die Energie der Auflösung in das ewige Meer, das gleichzeitig schon den Neubeginn in sich trägt. Darum ist die Fische-Qualität auch hoch kreativ, weil es alle Erfahrungen, alle Konzepte und alles Wissen des abgeschlossenen Zyklus in sich zusammenfließen lässt, sie transzendiert und gleichzeitig dafür sorgt, dass aus ihm heraus neue Welten geboren werden können.


Die Fische-Zeit lädt uns dazu ein, uns mit den unbewussten und verborgenen Seiten in uns und unserem Leben zu verbinden. Es geht nicht darum, mit dem Verstand Antworten zu finden, sondern darum, diese Seiten durch unser bloßes Sein zu ergründen, oder sie vielleicht sogar übersinnlich wahrzunehmen. Diese Zeit bietet uns jetzt die wundervolle Möglichkeit, manche Dinge in unserem Leben zusammenfließen und zu einem Ende kommen zu lassen. Welche das sind, weißt du tief in dir. Nimm dir Zeit dafür, dich zurückzuziehen, zu meditieren, Yoga zu praktizieren oder einfach nur in Stille zu sein. In der Stille ist alles vorhanden. Alle Antworten sind in ihr zu finden. Und vielleicht spürst du nach einiger Zeit der Hingabe an den Moment auch schon, wie neues Leben in dir erwacht, wie sich neue Ideen in dir formen und sich bereits darauf vorbereiten, zu Beginn des neuen Zyklus das Licht der Welt zu erblicken.


Ich wünsche dir eine fantastische, verzaubernde Fische-Zeit!