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Widder-Neumond und Mondzyklus vom 12.04. bis 10.05.




Am 12. April um exakt 04:30 Uhr haben wir einen Neumond im Zeichen Widder. Und die feurige Widder-Energie bekommen wir diesmal sehr geballt zu spüren. Insgesamt befinden sich nämlich ganze fünf Himmelskörper in diesem Zeichen: Sonne, Mond, Merkur, Venus und Chiron.


Durch diese Planetenballung erleben wir aktuell und besonders um den Neumond herum eine starke Kumulation aller Widder-Qualitäten. In einer positiven Form können das Mut, Tatkraft, Zuversicht, Optimismus und Dynamik sein. Destruktive Verwirklichungsformen wären beispielsweise Aggression, Ungeduld, Unachtsamkeit, Streitlust und rücksichtslose Selbstdurchsetzung.


Neubeginn


Die Widder-Zeit ist ja immer die Zeit des Neuanfangs, in der wir mit unserer ganzen Begeisterung neue Projekte initiieren und uns mit Feuereifer an die Umsetzung unserer Ziele machen. Das Frühlingserwachen weckt meist auch in uns selbst eine gewisse Dynamik und Lebenslust und beflügelt uns in irgendeiner Weise.

Spannend ist diesmal, dass es gerade relativ harmonisch am Sternenhimmel zugeht. Es sind aktuell keine besonders auffälligen Spannungsaspekte vorhanden. Das heißt allerdings noch nicht, dass es deswegen immer ganz ruhig und locker abläuft. Denn die vielen Widder-Planeten bringen durchaus explosives Potenzial mit.


Unter Strom


Aktuell stehen ja viele Menschen unter teils großer Anspannung, fühlen sich gestresst oder zumindest ziemlich unausgeglichen. Wenn ein solches inneres Ungleichgewicht herrscht und der Stresspegel vielleicht schon sehr hoch ist, fällt es uns meist schwer, auf die positiven Qualitäten des Widders (und natürlich auch anderer Zeichen) zugreifen zu können. In diesem Fall zeigen sich deshalb sehr häufig eher die destruktiven Ausprägungen. Wenn wir sowieso schon unter Strom stehen, kann diese feurige Zeitqualität das Fass sehr schnell zum Überlaufen bringen. Im konkreten Fall kann das zu Wutausbrüchen, Aggressionen und egoistischem, rücksichtslosem Verhalten führen. Nicht weil wir grundsätzlich so sind, sondern weil es vielleicht gerade zu viel ist.


Durch das Quadrat von Mars und Neptun können wir uns gleichzeitig wie ausgebremst fühlen. Es ist irgendwie paradox: Einerseits gibt es da diesen starken Vorwärtsdrang, andererseits ist es so, als würden wir mit angezogener Handbremse aufs Gas steigen. Wir wollen losrennen, sind aber vielleicht zu erschöpft oder werden von unsichtbaren äußeren Hürden davon abgehalten. Mars-Neptun erinnert uns jedoch auch daran, dass wir nach innen gehen und fühlen sollten, bevor wir handeln. Dieses intuitive Handeln wird letztlich mehr in Fluss bringen als das kopflose Durchsetzen der unkultivierten Widder-Energie.


Leidenschaft oder Zwang?


Pluto bildet Spannungsaspekte zu Sonne und Venus. Das bringt einerseits einen sehr leidenschaftlichen Aspekt in den partnerschaftlichen Bereich, andererseits jedoch auch die Gefahr von Zwängen, Machtspielen und Kontrollversuchen. Aber auch im persönlichen Erleben können sich Gefühle von Zwanghaftigkeit und Verbissenheit zeigen. Bleib zu dieser Zeit also besonders wachsam und wenn du spürst, dass derartige Tendenzen gegeben sind, gehe bewusst einen Schritt zurück, um dich aus dieser Situation bzw. aus deinen Verhaltensweisen so gut es geht zu lösen.


Wir haben aber auch viele harmonische Aspekte zu den Widder-Planeten, die unsere Antriebskraft sehr gut unterstützen. Wenn du dich also gut in deiner Kraft fühlst, dann ist die Zeit um den Neumond perfekt dazu geeignet, etwas Neues zu beginnen und einfach dein Ding zu machen.





Vollmond


Zum Vollmond am 27.04. zeigt sich wieder ein ganz anderes Bild. Dann stehen nämlich Sonne, Merkur, Venus und Lilith gemeinsam mit Uranus (der ja noch ein paar Jahre dort verweilt) im Zeichen Stier, dessen Qualität sich von der des Widders grundlegend unterscheidet. Der Stier konsolidiert das, was der Widder ins Leben gerufen hat. Er gibt ihm eine Form, verankert und bewahrt es. Es ist keine Zeit für Schnellschussaktionen. Besser werden jetzt Pläne mit Geduld und Ausdauer umgesetzt. Uranus und Lilith machen es uns allerdings nicht so gemütlich, wie wir es stiergemäß vielleicht gerne hätten.


Werte auf dem Prüfstand


Der Vollmond auf der sogenannten Bindungsachse Stier-Skorpion bringt das gute alte Wertethema aufs Tapet. Wenn ihr euch erinnert: Uranus im Stier wirbelt diese Thematik in diesen Jahren gerade ziemlich auf und sorgt für Veränderung in den einzementierten Wertvorstellungen unserer Gesellschaft. Durch die Planetenballung bekommt dieses ganze Thema jetzt einen Schwerpunkt und kann auf kollektiver und auch persönlicher Ebene spürbar werden.


Da kann es sein, dass wir besonders dazu tendieren, an alten Vorstellungen übermäßig festzuhalten, auch wenn diese offensichtlich nicht mehr tragfähig sind. Es gilt zu verstehen, dass materielle Werte wie Besitztümer und Geld ja an sich völlig neutral sind und auch zum Leben gehören. Nur haben manche Systeme dahinter oder eigene Vorstellungen davon vielleicht ausgedient und möchten mehr und mehr durch neue ersetzt werden.


Loslassen und Transformieren


Die Stier-Dominanz kann uns jetzt eher dazu verleiten, uns stärker an etwas zu klammern als uns gut tut. Der Skorpion-Mond allerdings weiß instinktiv, dass das Loslassen zugunsten eines höheren Ziels und wahrer geistiger Werte essenziell für das eigene Wachstum ist. Er spürt, dass es ungemütlich werden kann, aber zugleich sehr heilsam ist.


Der Spannungsaspekt von Saturn zu Merkur, Venus und Uranus im Stier kann zusätzlich für Druck und Anspannung sorgen. Saturn knallt uns ja gern die nüchterne Realität um die Ohren und prüft uns, ob wir auf sicherem Boden stehen. Insofern ist es auch sinnvoll, wenn wir selbst ehrlich überprüfen, was bleiben und was gehen darf. Eine Bereinigung im Innen und Außen ist wichtig, damit wir möglichst viel innere Klarheit und Stabilität gewinnen und uns energetisch auf das nächste Level begeben können.



Ein paar Worte zum Loslassen


Was kannst du tun, wenn du das Gefühl hast, dass alles zu viel wird? Meiner Meinung nach ist es wichtiger denn je, alles was uns in irgendeiner Form stresst, radikal zu hinterfragen und vielleicht einiges davon loszulassen. Das erfordert eine gewisse Kompromisslosigkeit, ist allerdings überaus befreiend und erleichternd. Dieses Zuviel kann sich in jedem Lebensbereich und in jeder Form zeigen. Seien es Gegenstände, Bücher, Kleidungsstücke, die immer gleichen negativen Gedankengänge oder die Informationsflut, die uns tagtäglich förmlich überrollt. Was ist zu viel für dich? Und vor allem: Was ist das wirklich Wesentliche, das dir gut tut?


Wenn du hier eine Resonanz spürst und du schon gefühlt hunderte Male losgelassen hast, dann schau jetzt trotzdem nochmal hin. Was trägst du noch immer mit dir herum? Nichts bindet unsere Energie so sehr, wie Altlasten und alles was uns auf irgendeine Art zumüllt. Je freier wir sind, umso mehr Lebenskraft haben wir zur Verfügung. Dann haben wir die Möglichkeit, viel leichter auf die positiven Kräfte des Neubeginns zugreifen zu können und damit schließlich unsere Pläne zu verwirklichen. Dieses Loslassen kannst du den ganzen Mondzyklus entlang immer wieder üben und praktizieren. Es passt sehr gut in die Zeitqualität des Frühlings, und in diesem Jahr noch etwas mehr als sonst.


Ich wünsche dir einen wundervollen und in bestem Sinne kraftvollen Mondzyklus!